Zeedel

Do findsch e Usswahl uss unsre Zeedel vo vergangene Joor.

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Sujet: Achtung fertig SVP (2004)

Im Kino hän mir letscht Joor glehrt
wenn me „Achtung – fertig – Charly!“ hehrt
e Druggwälle erwarte muesch
und wenn nid sofort ligge duesch
fäggt die Wälle di ewägg
und landisch mit em Gsicht im Drägg.

Sit em Herbscht wisse mir au
was das isch, e Super-GAU
nämlig wenn im Bundeshuus
und mir sage das mit Gruus
nomee sottig rächti Glöön
in der Wandelhalle umme stöön.

S gröschte Gschängg das hän mer jo
im Dezember iiberko
wo sy z‘Bärn im Parlamänt
der EMS-Chemie-Scheffdirigänt
zum Bundesroot erkore hän,
sich CVP‘ler gschlage gän
und s Rutli Metzler wie‘ne Hund
nach nur vier Joor der Schue bykunnt.

Im Film do gits e Häppy Änd
zwei Liebendi die gänn sich d‘Händ
au wenn sie heisse Rolf und Jules
schlussändlig zelle numme Gfüül.
Das stinggt em Blocher ungemein
er sait zwor „JA“ doch dänggt är „NEIN“
e Schwule-Eh muess er verträtte
spielt vor em Volgg e ´schüülig´ Nätte
doch aigentlig wais er nit gnau
worum ´Maa – Maa´ und nit ´Maa – Frau´
dorum beschliesst är gar nit dumm:
„Du, Ueli, machsch e Praggtikum!“

Der Achmed will e Schwizer Pass
Der Christoph Blocher maint: „isch krass!
Kchansch eusri Hymne rückchweerts bette,
und eusri Gsinnig voll ve‘trette?“
Der Achmed: „Kai Broblem, y schwor!
Mach doch bitte aimol vor.“

Hebsch die beide näbenand
der Film und d‘Volgspartei vom Land
mergt der hinderletschti Buur
die hänn die glichligi Struktur
zoberscht wie‘ne Kadi stoot
der Christoph Blocher, Bundesroot
aber denn kunnt lang meh nüt
kai Offizier und au kai Lüt
none Korpis isch drby
das derfti denn der Murer sy
als Rekrut Bluntschi miesst den ebe
d‘Zanolari anehebe.

Parallele gits no drei
bim Militär und der Partei:
bi beidne isch viel Schall und Rauch
und beidi steen total im Lauch,
Usländer hän nyt verlore
wär trotzdem will, kriegt paar an d‘Ohre
kiffe duesch in der Armee
und rauche kasch au d’SVP.

Wotsch wisse wie die kaibe Waggis lääbe,
gosch an d’Kasärne und beschtuunsch mol d‘Wägge

SUJET: Art-de-Blamage (2003)

Worum ischs am Rhy so scheen?
Will do kai Gletz im Wasser steen
In Murte soll das anderscht syy
drum hän mir dänggt, mir geen verbyy.

D’Fingge klopft und ab in Kaare
sin mir dur der Bölche gfaare
doch in Balschtel muesch scho gnaisse
und wägeeme Parggplatz afo kraise.
Völlig entnärvt losch irgendwo
di Kaare denn im Krutt lo stoo
und froggsch e Bäänler in der Not
wenn der nägschti Zug noch Murte goot.

Hesch di Zyyl denn mol erraicht
und freisch di, dass es mol nit saicht
druggsch di in der Schlange fiire
und stoosch noch drey Stund for der Diire
denn der Schogg, du sehsch nur rot
well an der Diire „PISSOIR“ stoot.

Au em Sämi Schmid passt ebys nit,
dass es do zwenig Fähnli git,
also Yych stoss mi jetzt gar nit dra
dä vor mir het e rächti ka.

E Dänggmol, gmacht fir unsri Zyt
e Huffe Roscht, der Monolith.
Um däm Mogge necher z’koo
hän mer ains vo däne Schiffli gnoo,
noch zwai Stiindli inspiziere
wurd ys ebbis intressiere:
D’Expo-Kasse isch jo schtier,
nimmt der Thomme z’Augscht au WIR?

Z’Biel lauf Yych e Gass duruff
und stand ganz pletzlig vorme Puff.
S’Miggeli zaigt siini Bölle
und froggt mi forsch ob mir ägscht sölle.
Yych wurd scho gärn, doch s’Budget hinggt
das isch, was mir am maischte stinggt
drum froog Yych si ganz schyych
ob si’s nit au fiir d’Helfti miech,
wenn s’Halbtax nit wurd funggtioniere,
kennt ys mit Reka-Check brobbiere.

Wenn’d Hunger griegsch, muesch ebbis bysse
en Expo-Wurscht, e Schlüggli Wysse.
Y frogg der Typ dert hinterem Grill,
was är denn fiir das Ganzi will.
„Drissg Schteii“ sait dä ganz unverfrore
y glaub y spinn, has uff de Ohre,
y frog nomol, zem sicher sy
„Uuh ja, der Sämf isch nid derbii!
Ig mues‘nech würkchli härzlich dankche:
Das macht de nonemau drei Frankche!“

Wenn d’Wolgge z’Yverdon wotsch gsee
denn muesch an Neyeburger See.
Das tolle Kunschtwärg käsch bego
pass aifach uff, das guet kasch schto
denn ohni gueti Schue draisch duure
und ligsch im Nu flach uff der Schnuure.
Und froggsch ain, was das Ganzi sott
denn haists: schö nö se pa – das wais nur Gott.

An der Expo e Daag verbrocht
Närve bruucht und Stutz verlocht
e Huffe Grimpel hän mer gseh
e Näbelbangg und Schrott im See.

An dere Expo isch nyyt dra
das kenne mer alles z’Basel ha
Der Näbel hesch ganz umme sunsch
wenn bsoffe usem „Bruune“ kunsch.
Der Monolith vermisst kai Sau,
E Serra-Plastigg hän mer au.
Si trotze zwor em greeschte Sturm,
doch hänn mir no der greesser Turm.
Drum muesch nit druurig syy,
Die Expo isch gottlob verbyy.
Nur leeri Segg und suuri Stai,

Art-de-Blamage zwai-null-null-zwai.

Zeedel 2002

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SUJET: Taxi Dancers (1994)

Ich hock in d’r Stube,
d’r Alt liggt uff em Ranze,
är het si Rueh,
aber ich, ich wott go danze.

Oobe fir oobe sitze mir dehaim
mit Salzstängeli und Bier,
glotze in d’Flimmerkischte
wie zwai Stier.

Doch hütt z’Oobe
mach ich das nümme mit,
denn ich ha gläse,
dass es jetzt Taxi-Dancers gitt.

Uss em Kaschte
hol ich d’r Mini-Rock,
d’r Alt schlofft scho wieder
dä fuuli Bock.

I nimm’s Handtäschli,
no e bitzeli Gäld,
denn s’git jo nüt meh gratis
uff däre Wält.

Le Plaza nennt sich
dä flotti Ort,
wo de kasch go danze
ohni viel Wort.

Begeischteret
stand ich im Lokal,
d’r Diskjockey schreit:
„S’isch Damewahl !“

Soo viel jungi Bursche
es isch e Wahn.
Hoppla Grittli, do haut’s di
fascht uss d’r Bahn.

Rumba, Walzer
und Tscha-Tscha-Tscha,
kumm ich jetzt ändlig
au emol dra?

E Oobe lang
sitz ich elai vor mim Glas,
und ich frog mi
an was liggt denn das?

Jetzt danze si
scho die fümfti Runde,
und ich ha no
kai Gigolo gfunde.

S’isch Zwölfi
zu mir do kunnt kai Schwein,
jä nu, denn gang ich halt wieder
zu mim Alte Heim.

SUJET: Wär oder was isch das? (1993)

Aer isch uffko mit dr Mode,
doch mir finde es isch e gueti Methode.

Uff dr Packig stoht mit Grossbuechstabe,
my sött me immer uff sich trage.

Aer durchlauft gar mängge Tescht,
dorum sait me är sig dr Bescht.

D Kondomeria isch grad am Rhy aaa …..

Im Konzärt, Theater, Kino und uff dr Pischte,
är stoht immer zoberscht uff dr Ykaufslischte.

Du kasch ihn kaufe in jedem Gschmack,
är passt in jede Hosesack.

Kiwi, Oepfel, Bire und Mandarine,
me bisst mänggmol fascht in en ine.

Aer isch guet haltbar in dr Hülle,
und loht sich wunderbar la la la la la …..

D Kondomeria isch grad am Rhy aaa …..

Si Material isch beschti Qualität,
und zueverlässiger als jedi Diät.

Kai Mensch hätt so öbbis dänggt,
dass mer en sogar zur Wiehnacht verschänggt.

E Tannebäumli het me drmit gschmüggt,
das finde mir jedoch nit so glüggt.

Bim Papst isch är e klaine Sünder,
doch mit ihm läbt sichs aifach gsünder.

Aer isch wältoffe und kennt kaini Gränze,
sini Schtärnli dien sogar in dr Schwiz glänze.

D Kondomeria isch grad am Rhy aaa …..

Trotz allem isch är e Hit,
und mir sin alli froh, dass es ihn gitt.

Um was sichs handlet wüsset Ihr genau,
dorum sage mit jetzt „ciao“.

SUJET: 600 JOOR POSTILLION D’AMOUR DE BÂLE (1992)

Briefli schrybe isch das lessig,
Fraue uffrysse gaar nit stressig.

Am Määntig gosch ins „Le Plaza“,
und lachsch d’r e flotte Haas a.

Am Zyschtig denn hesch’s Rendez-vous,
me het’s glatt und isch gschwind per Du.

D’r Mittwuch duesch verpenne,
im Gschäft dien sie di fascht nimm erkenne.

Am Donnschtig duesch mit ere schmuuse,
gosch ere denn an d’Bluuse.

Am Frytig gosch uff’s Ganze,
sie gitt Dir aber uff d’r Ranze.

Am Samschtig versuechsches mit
eme Blumeschtruus,
doch dä fliegt gli zum Fänschter uus.

Am Sunntig kochsch e Biggse Ravioli,
und bisch wiider ellai du aarme Tscholi.

Am Määntig schnappsch Du Dir d’r
neischti Kugeleschriiber,
und wiiter goht’s mit d’r Jagd uff d’Wyber.

SUJET: Die vergoldete Spiiler (1987)

Mer sueche scho lang ume
und suge amene Duume.

Vom Rhyy do hämmers scho ka,
drum kunnt dr F C B jetzt dra.

Willsch e richtigs Spektakel,
gosch zemene Fuessball-Debakel.

Au wenn de Gligg hesch triff’sch
emol e gratis Itritt und sehsch ai Gool.

Doch was wotsch vom Spiil erwarte,
11 Spiiler wo nie dien starte.

Sie hän wool dänggt mer schutte,
lieber in Zytlubbe.

Ai mol fyre vier mol zrugg,
so stemer nye unter grossem Drugg.

Au wenn nyt vyyl verdiene wotsch,
gosch zem F C B du Dotsch.

Gäld isch nimm vyyl do,
sy hänn sich scho vergolde lo.

Und sin sy emol blangg,
hilft yne dr Verein vo dr Bangg.

Gool schiesse lyt nyt drin,
drum hän si au kai Suppergwinn.

Am neye Rase kas nyt ligge,
die andere kenne au druf kygge.

Dr Benthus het me wider koo lo und dänggt,
är könnt au no dra goo.

Dr Gooli Suter isch meischtens Retter in der Not,
denn’s got wirglig um sy täglig Brot.

Vom Strack däm Strigg kasch nyt vyl sage,
är b’herrscht dä Ball in alle Lage.

Dr Schälli mit syne Wunderpässli,
triffts eige Gool so nur zem Spässli.

Dr Maissen schreyt ibers Fäld,
dass sy dr Knupp grad ins Ofsait stellt.

Bim Nadig glaubt me er drillt syny Runde,
und git aims Gfyl, er will go pfunde.

Doch im Gonzo isch es wohl,
är tantzt gärn Samba und schyesst zweni Gool.

Au gosch emol ins Fitodrom,
so wirsch betreut vom Botteron.

No ebbis anders kennt me probiere,
bi de Schyyfahrer go träniere.

I glaub e paar vo dr Benthus-Truppe,
ka in 100 Johr no nyt schutte.

Vom Räscht, däm Wunderhuffe,
kasch nur eins, das isch go suffe.

Jo bim grosse Supper-Fuessball-Fesch,
sin sy doch die beschte Gescht.

Drum gyts nur eins fyr d’Joggeli-Rutscher,
wärdet Mitglied by de Däfilutscher

SUJET: Tempo 30 uff dr Autobahn (1985)

Tempo 30 uff dr Autobahn,
Menschenskind das wär dr Wahn.

Was meinsch wenn alli 30 fahre,
den kasch verschmore in dim Kaare.

Wenn alli mit em Töfli und em Velo chömme,
Honda, Volvo und Rolls Royce
und sunsch so anders gschmeuis

Kasch em Thommen bringe
und zum Abschied ein go singe:

Aadie Auti, das isch dys Aend,
ich Quäl my nymme ummenand.

Velo fahre duen jetz ich,
denn spar ich schtütz und wird no rych.

Doch moment, bisch verruggt?
Hesch di Hirni abegschluggt?

Was meinsch bi däne Distanze,
do friersch im Winter ein an Ranze.

Und im Summer kasch go schwitze,
und vom harte Sattel bald nüm sitze.

Menschenskind das wär dr Wahn,
Tempo 30 uff dr Autobahn

SUJET: Radio Basilisk (1984)
Duesch nit au gärn Radio loose
und mängmol saage s’TV ka mr bloose.
Denn Radio Basilisk dä neyi Sänder,
haut jede Bebbi abem Stägegländer.
Ob dr Müller sy Auti verkauft,
oder dr Eugen sich im Wald verlauft.

D’Frau Sowieso ihre Huet verliert,
ob’s uff dr Wettsteibrugg scho gfriert.

Au d’Wätterprognose wüsse si scho gnau,
schynt d’Sunne, isch dr Himmel Blau.

Isch e Däfi waiss wie suur,
denn goosch drmit zr Klaagemuur.

Jede zwaite Schuelhuussträber,
loost am sibni dr Rotgäber.

Muusig dien si au no bringe isch jo klar,
nur d’Wärbi isch nit rar.

Leider het unsere Dichter nit welle witer dichte,
er isch lieber go si Radio uff UKW go richte.

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